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Die Gebr. Schluten GmbH & Co. KG, Südlihn-Oeding, will die Geschwindigkeit ihrer Lieferkette erhöhen und setzt dabei in Zukunft vor allem auf WebEDI. Mit dieser preisgünstigeren Alternative zum klassischen EDI soll vor allem der Fachhandel aus der Reserve gelockt werden. Während beim klassischen EDI aufwendige Schnittstellen zwischen den Warenwirtschaftssystemen von Industrie und Handel erzeugt werden müssen, setzt WebEDI lediglich einen Internet-Anschluss beim Händler voraus. Mit Hilfe der gewonnen Informationen will der HAKA-Spezialist (Bush, John Slim, Frank Eden) seine Lieferkette effizienter gestalten und den Handel bei der Sortimentsplanung unterstützen. Wir möchten den Fachhandel die Möglichkeit bieten, den Konzernen Paroli zu geben, sagt Verkaufsleiter Frank Skalicky. Voraussetzung für die Nutzung ist allerdings eine engere Bindung an das Unternehmen. Dafür werden die Kunden in drei Gruppen eingeordnet. Je höher der Umsatz des Händlers mit Gebr. Schulten, desto höher wird für den Handel der entsprechende Bonus oder Partnerprofit. In der höchsten Umsatzgruppe wird den Kunden dann zusätzlich das WebEDI-Werkzeug angeboten. Hier loggen sie sich im Internet ein und geben ihre Abverkaufsdaten an den Lieferanten. Der wiederum kann mit seinen Handelsvertretern bzw. Merchandisern früher sehen, wie und wo sich welche Ware verkauft. Bisher habe man die Zahlen aus dem Handel häufig erhalten, wenn es schon zu spät war. Nun soll es möglich sein, noch entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, wie z.B. Ware auszutauschen. Die manuelle Eingabe der Abverkaufsdaten bedeutet für den Händler natürlich Zeit und somit Geld. Deshalb will Gebr. Schulten den Aufwand belohnen, das könnte z.B. die Beteiligung an Abschriften sein, sollte die Abverkaufsquote eine bestimmte Grenze unterschreiten. Auch für Testartikel eigne sich das System laut Marketingleiter Uwe Wedtke hervorragend. Wenn wir nach ein oder zwei Wochen die Abverkaufsdaten bekommen und sehen Es läuft‘, dann geben wir die Sachen sofort in Serie. Zusätzlich zu WebEDI möchte der westfälische HAKA-Spezialist natürlich das klassische EDI forcieren. Hier habe das Interesse bereits spürbar zugenommen, beschränke sich aber aufgrund der Kosten vorwiegend auf großen Unternehmen wie Breuninger und Metro. Gebr. Schulten erzielte im Geschäftsjahr 2001/02 (30.4.) einen Umsatz von rund 65 Mill. Euro. |
| Quelle: TextilWirtschaft Nr. 31 / 01.08.2002 |