Die EAN-Identsysteme im logischen Zusammenhang

Das EAN-Identsystem

Die EAN

  • Die 13-stellige EAN-Nummer und der EAN-Strichcode dienen der unternehmensübergreifenden Identifizierung von Artikeln und Gütern jeglicher Herkunft (Konsumenten- und Handelseinheiten).
  • Als „nicht-sprechendes" Nummerierungssystem hat die EAN ausschließlich identifizierenden Charakter. Sie dient weder Klassifizierungszwecken, noch beinhaltet sie irgendwelche beschreibenden Informationen.
  • Heute sind ca. 250.000 Unternehmen am EAN-System durch ein internationales Netzwerk von 59 Numerierungsorganisationen, die 65 Staaten repräsentieren, beteiligt.
  • In Deutschland wird die Artikelnumerierungsvereinigung durch die Centrale für Coorganisation GmbH (CCG) in Köln repräsentiert.
  • Die Internationale Artikelnumerierung (EAN) und das dazugehörige Strichcodierungssystem sind in Verbindung mit der amerikanischen UPC-Lösung ein weltweit anerkannter Standard.
  • Das Ziel ist die Förderung der Effizienz integrierter Logistik und das Ermöglichen von Zusatznutzen für beteiligte Partner und Konsumenten.

Die ILN

  • Die ebenfalls 13-stellige International Location Number (ILN) identifiziert physische und funktionelle Unternehmen und Unternehmensteile.
  • Die ILN hat ein standardisiertes Format und erlaubt es durch ihre Struktur, jede Lokationsnummer weltweit eindeutig und unverwechselbar zu identifizieren.
  • Die ILN wird im elektronischen Datenaustausch (EDI) hauptsächlich zur Identifikation von Sender und Empfänger einer elektronischen Übertragungsdatei (UNB-Segment) und allen für den Geschäftsvorfallrelevanten Partnern, wie Käufer, Verkäufer, Transporteur, usw. (NAD-Segment) verwendet.
  • ILN sind bei jeder der weltweit vertretenen EAN-Numerierungsorganisationen verfügbar.
  • Angaben zu den Regeln der Mitgliedschaft, Kosten und Zuteilung der ILN sind direkt bei den EAN-Numerierungsorganisationen erhältlich (in Deutschland bei der Centrale für Coorganisation GmbH (CCG) in Köln).

Die Nummer der Versandeinheit (NVE)

  • Die NVE wurde zur einheitlichen Identifikation individueller Transportgebinde entwickelt.
  • Damit werden Arbeitsabläufe bei der Lieferung, der Verteilung und beim Warenempfang von nicht-standardisierten Verpackungen unterstützt.
  • Als reines Identmerkmal ist die NVE, wie die EAN, Zugriffskriterium für dahinterstehende Informationen.
  • Im Unterschied zur EAN, die artikelbezogen vergeben wird, läßt die NVE jedoch keine direkten Schlüsse auf enthaltene Artikel zu.
  • Die 18-stellige NVE bildet das Herz der EAN128.

EAN 128

  • Der EAN 128-Standard stellt keine Alternative, sondern lediglich eine Ergänzung der bisher getroffenen Festlegungen (bzgl. EAN-Strichcodierung) dar.
  • In der Praxis wird dies dazu führen, daß sich auf der Umverpackung oder dem Transportetikett neben dem EAN-Strichcode immer häufiger auch EAN 128-Symbole mit zusätzlichen strichcodierten Informationen befinden werden.

Die Vorteile der EAN128:

  • Transparente Sendungsverfolgung vom Absender bis zum Empfänger.
  • Optimierte Abläufe für Verlader und Speditionen im Bereich Sammelgut.
  • Der EAN 128-Strichcode kann mehr Daten als herkömmliche Strichcodes speichern.
  • Vermeidung von Lesefehlern.
  • Automatische Routung.
  • Vollständigkeits- und Überzähligkeitskontrolle.
  • Es können zusätzliche Steuerzeichen an den Barcode angekettet werden (z.B. Order- oder Auftragsnummern, Verfallsdaten, Chargengrößen).

Aufbau und Struktur der EAN128:

Mehr als 40 verschiedene Datenelemente können nach der internationalen EAN 128-Konzeption bereits in strichcodierter Form dargestellt werden. Sie untergliedern sich in die Anwendungsbereiche:
  • Identifikation (z.B. EAN, NVE)
  • Warenverfolgung (z.B. NVE, Los-/Chargennummer)
  • Datumsangaben (z.B. Produktionsdatum, Verfalldatum)
  • Maßeinheiten (z.B. Gewichtsangabe in Kilogramm)
  • Referenzierung (z.B. Bestellung des Warenempfängers)
  • Firmenidente (z.B. Firmenident des Warenempfängers)
  • Interne Anwendungen